Bedeutung der Webanalyse

Die enormen Datenmengen der Suchmaschinen und das damit steigende Interesse an Informationen über das Verhalten der Nutzer rückt zunehmend in den Mittelpunkt für erfolgreiche Online-Marketing Maßnahmen und schließlich für das Suchmaschinenmarketing.

 
Die Gewinnung solcher Informationen hat sich die Webanalyse zum Ziel gesetzt. Daten, die durch solche Systeme gesammelt werden, lassen sich in drei Hauptbereiche untergliedern: Akquise, Verhalten und Gewinn.
Akquise beinhaltet alle Maßnahmen, welche Besucher auf die Website führen. Dazu zählen nicht nur Maßnahmen im Bereich des Suchmaschinenmarketing, sondern jegliche Form der Online-Werbung wie auch Newsletter oder Social Media. Das Verhalten der Besucher beschreibt, was Besucher auf der Website interessiert und mit welcher technischen Ausstattung sie auf die Inhalte zugreifen. Dabei sind vor allem das Betriebssystem, das Endgerät, der Standort oder die Sprache von Bedeutung. Für Optimierungen auf bestimmte Zielgruppen sind diese Daten von zentraler Bedeutung. Letztendlich beschreibt der dritte Bereich den Gewinn, der dabei entsteht. Bei Online – Shops ist dies eindeutig, im Sinne von verkauften Produkten. Den Gewinn für einen Betreiber kann beim Beispiel von Dienstleistungen aber auch durch eine Kontaktaufnahme durch das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder senden einer E-mail entstehen.
 
Diese Bereiche stehen miteinander in Beziehung und stellen den Nutzer
in das Zentrum der Betrachtungen, weswegen die dadurch gewonnenen
Informationen für eine effiziente und effektive Vorgehensweise unabdingbar sind.
(Quelle: 21)
 
Mit steigender Komplexität und erweiterten Möglichkeiten bezüglich Messbarkeit von Aktivitäten im Web hat sich der Begriff Webanalyse hin zu „digital-Analytics“ entwickelt. Als Messwerkzeug für nahezu alle Bereiche im digitalen Marketing etablierte sich vor allem das Tool „Google Analytics“. Die Analyse von Webseiten, Smartphone-Apps, Social-Media- Daten und offene Schnittstellen für umfangreiche Erweiterbarkeit sind nur einige der Möglichkeiten. Oftmals genügen aber bereits die
 
Grundfunktionalitäten solcher Tools um die Analyse der notwendigen Informationen durchzuführen.(Quelle: 22) Für die Webanalyse und damit
verbundene Optimierungsprozesse spielen Maßzahlen eine wichtige Rolle.
Diese sollten regelmäßig mithilfe von Webanalyse Tools erhoben und mit
Zielvorgaben verglichen werden, um eine effiziente und effektive Vorgehensweise zu gewährleisten.
Letztendlich bilden diese die Basis für Aussagen zum Fortschritt. Im Online-Marketing hat sich dabei die Bezeichnung KPI etabliert: „Key- Performance- Indikator“. KPI sollen vor allem drei Bereiche erfüllen: Information, Steuerung und Kontrolle. Die relevanten Indikatoren können sich abhängig von Branche, Projekt und Unternehmen stark unterscheiden. Entsprechend werden im Vorfeld mehrere KPI beobachtet und ausgewertet bis spezifischere Entscheidungen gefällt werden können. Das nachfolgende Kapitel soll eine exemplarische Auswahl einiger relevanter KPI vorstellen, welche im Online-Marketing häufig Verwendung finden. (Quelle: 23)
 
21 Vgl. Vollmert, M., Lück, H. (2014), S.27
22 Vgl. Vollmert, M., Lück, H. (2014), S.34 23 Vgl. Erlhofer, S. (2014), Suchmaschinenoptimierung – Das umfassende Handbuch, Galileo Press, Bonn 2014, 7. Auflage S. 79 ff.